Bewusst Campen – 5 Gründe warum Vanlife/Camping nachhaltig ist

Bewusst Campen - 5 Gründe warum Vanlife/Camping nachhaltig ist


Bewusst Campen – 5 Gründe warum Vanlife/Camping nachhaltig ist | Mit weit mehr als acht Millionen Beiträgen auf Instagram zeichnet sich “Vanlife” wohl als Trend des Jahres 2020 ab. Die sozialen Netzwerke sind voll mit wunderschönen Fotos von Campern am Strand, weit geöffneten Schiebetüren mit Blick aufs Meer oder Bullis in Bergen.

Doch ganz zu recht stellt sich dabei die Frage “Wie nachhaltig ist Vanlife/Camping eigentlich wirklich?

Wir zeigen dir hier 5 Gründe auf warum Vanlife/Camping nachhaltig ist.

 

1. Umweltschleuder Campervan?

Wer seinen ökologischen Fußabdruck so gering halten möchte wie möglich, der reist am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Denn allein 22% unseres ökologischen Fußabdruckes setzen sich aus unser täglichen Mobilität zusammen.

Dass ein Dieselmotor nicht CO2-neutral ist liegt wohl auf der Hand, doch im Vergleich zu einer Flugreise kommt die Reise im eigenen Campervan recht gut weg. Laut einer Studie des WWF zur Berechnung des touristischen Klima-Fußabdrucks, ist ein zweiwöchiger Urlaub auf Mallorca genauso umweltschädlich, wie ein ganzes Jahr Autofahren!

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Pro Person werden während der Reise mehr als eine Tonne Kohlendioxid ausgestoßen, Bereits 925 Kilogramm CO2 entstehen schon bei der An- und Abreise mit dem Flugzeug, weitere 148 Kilogramm Kohlendioxid entstehen bei der Unterkunft.

Zudem seien laut WWF die Klimaauswirkungen von Flugreisen deutlich schwerwiegender, da Emissionen in großen Höhen den Treibhauseffekt stärken anheizen als der Kohlenstoffdioxidausstoß am Boden.

Statt also eine einzige Flugreise im Jahr zu unternehmen, könntest du auch ein ganzes Jahr lang mit deinem Campervan unterwegs sein, das klingt doch fantastisch, oder?

 

2. Slow-Travel

Was gibt es schöneres, als sich beim Reisen einfach treiben zu lassen. Ortschaften und Natur in aller Ruhe zu erkunden ohne die Zeit im Nacken sitzen zu haben. Wenn es besonders schön ist einfach noch eine Nacht länger zu bleiben und die Umgebung zu genießen.

Genau dafür steht Slow-Travel, nachhaltige und lang anhaltende Entspannung während der Reise. Nicht mehr “höher, schneller, weiter”, sondern lieber “bewusst, intensiv und langsam”. Ich persönlich finde dass man eine Region oder ein Land am besten kennenlernt wenn man sich in den ländlichen Regionen aufhält und fernab von den Massen an anderen Touristen die Natur erkunden kann.

Individualreisen ganz in deinem eigenen Tempo und ganz ohne vorgegebene Route klingt doch wesentlich stressfreier als von einer “Touri-must-do” Attraktion zur nächsten zu hetzen, oder?

Anstatt so viel wie möglich zu sehen und dem Urlaubsstress zu verfallen liegt der Fokus beim Slow-Travel ganz klar darin, sich Zeit zu nehmen um Orte, Menschen, Essen und Kultur in Ruhe zu entdecken.

 

3. Für deinen Schlafplatz bleibt die Natur “unberührt”

Leider muss die Natur sehr oft weichen, damit Hotels in der ersten Reihe direkt am Strand ihre Resorts errichten können. Dabei wird den Tieren jedoch ihr Brut- und Lebensraum genommen. Jedes Jahr werden unzählige Bäume für den Neubau von Hotelkomplexen gefällt, nicht besonders umweltfreundlich, oder?

Bist du jedoch mit deinem Camper/Van unterwegs, so kannst du getrost auf ein Hotelzimmer verzichten. Stattdessen kannst du einfach dort übernachten wo du möchtest und wo es erlaubt ist. Ganz im Sinne des ersten Gebots aus der #CampierenMitManieren – KampagneCampe & Parke nur da, wo es erlaubt ist”.

Doch obwohl du dich an geltende Verbotsschilder hältst, bleiben noch genügend Plätze an denen du stehen darfst. Wer längere Zeit draußen verbringt oder regelmäßig campt, lernt dabei die umliegende Natur neu wahrzunehmen und zu schätzen.

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4. Back to the Roots – zurück in die Natur

Es gibt kaum schönere Erlebnisse, als den Tag komplett draußen zu verbringen. Du kannst der Sonne beim Aufgehen zuschauen und dabei den ersten Kaffee des Tages trinken. Wie wäre es danach mit einem Frühstück mitten in der Natur und einer abschließenden Wandertour um Land und Leute kenne zu lernen. Doch wo findest du abends nur einen ruhigen Übernachtungsplatz?

Eine gute Möglichkeit dafür ist beispielsweise Landvergnügen, der etwas andere Stellplatzführer. Gegen Erwerb einer Jahresvignette inkl. Stellplatzführer bekommst du die Möglichkeit bei ländlichen Gastgeben bis zu 24 Stunden kostenfrei in naturnaher Umgebung zu stehen. (Landvergnügen – so funktioniert es!)

Im Gegenzug hast du die Möglichkeit dich im Hofladen des Gastgebers mit allen Köstlichkeiten der Region einzudecken. Je nach landwirtschaftlichem Betrieb gewährt dir dein Gastgeber sogar einen Einblick in die Herstellung seiner Produkte oder in die Haltung und Versorgung seiner Nutztiere. Für Kinder auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis!

Am allerschönsten ist allerdings für viele Camper das Freistehen, direkt in der Natur.

Doch hierbei gilt: Übernachte nur dort wo es erlaubt ist, belästige niemanden und hinterlasse die Plätze stets sauberer, als du sie vorgefunden hast! Ein kleines Clean-up des Platzes, vor der Abfahrt schadet garantiert nicht und selbst wenn der Platz auf den ersten Blick picobello aussieht, findet sich sicherlich der ein oder andere Schnipsel Müll.

 

5. Bewusster campen – Umgang mit Ressourcen

Wasser

Wenn du schon einmal mit einem Camper unterwegs gewesen bist, wirst du sicherlich die Erfahrung gemacht haben, dass Ressourcen wie Wasser, Strom und Stauraum nicht immer so verfügbar sind wie du es aus einer Wohnung kennst.

Sobald du dich längere Zeit im Van aufhältst wirst du schnell lernen wieviel Wasser du eigentlich über den Tag verteilt benötigst. Egal ob zum Zähneputzen, bei der täglichen Körperhygiene, zum Kochen oder beim Abwaschen, all diese Aktivitäten benötigen das kostbare Gut Wasser.

Regelmäßig musst du dein Trinkwasser auf deiner Reise auffüllen, nicht immer ganz einfach in einer fremden Region oder im Ausland, wo du dich nicht auskennst. Doch wo bekomme ich sauberes Trinkwasser für meinen täglichen Bedarf her? Diese Frage stellt sich jeder Camper auf reisen früher oder später einmal.

Vanlife Wasserfiltersystem

Statt im Supermarkt Trinkwasser in Plastikflaschen zu kaufen könntest du auch beispielsweise mit einem Aktivkohle-Trinkwasserfilter Wasser direkt aus der Leitung beziehen. In den meisten Ländern kannst du dafür einfach an der Tankstelle fragen, ob du dir ein wenig Frischwasser abzapfen darfst. Somit ist Frischwasser auffüllen gar nicht so schwer wie vielleicht im ersten Moment gedacht.

Ganz nebenbei schärfst du unterwegs so auch dein Bewusstsein für deinen täglichen Verbrauch an Wasser. Den einen oder anderen Wasserspartipp kannst du auch sicherlich für dein Leben in der Wohnung übernehmen.

Strom

Ähnlich wie Wasser ist Strom auch ein kostbares und nicht immer verfügbares Gut. Die meisten Camper/Vans sind inzwischen mit einer Zweitbatterie ausgestattet, über diese kannst du dann auch im Stand deine Geräte mit Strom versorgen. Somit kannst du im Sommer eine Kühlbox betreiben und Handys oder eine Musikbox aufladen.

Doch auch diese Verbraucherbatterie ist nicht unerschöpflich und muss nach einiger Zeit wieder aufgeladen werden. Entweder während der Fahrt, über die Lichtmaschine, oder über ein (flexibles) Solarpanel – (Wie du deinen Stromverbrauch ausrechnest, findest du hier). Sobald die Sonne über den Horizont blitzt kannst du direkt beginnen, mit Hilfe des Solarpanels, Sonne zu sammeln und in deine Verbraucherbatterie zu speisen.

Für eine gemütliche Beleuchtung am Abend kann ich dir auch ein Sonnenglas* ans Herz legen. Dieses sammelt tagsüber ganz von alleine, über ein kleines im Deckel verbautes Solarpanel, Sonnenenergie welche es dann in der Dämmerung wieder abgeben kann und somit für kuscheliges Licht sorgt.

Wärme

Wenn du nicht nur im Sommer mit deinem Van unterwegs sein möchtest, betrifft dich spätestens im Spätherbst oder Winter das Thema Dämmung und Heizung.

Die meisten Campingfahrzeuge werden mit Hilfe einer Kraftstoff-Luft-Heizung geheizt. Entweder ist diese bereits vom Werk verbaut oder wird im Zuge des Umbaus in ein Campingfahrzeug nachgerüstet. Je nach Kraftstoffart deines Fahrzeug wird die sogenannte Standheizung mit Diesel (Dieselstandheizung – Planar2D*), Benzin (seit 2020 auch erhältlich) oder Gas betrieben. Den benötigten Strom zieht sich die Heizung dafür aus der oben bereits erwähnten Verbraucherbatterie.

Aber auch wenn du keine Standheizung in deinem Van hast gibt es genügend Möglichkeiten sich warmzuhalten. Am einfachsten ist es, wenn du dir ein paar Decken mehr einpackst und dich darin einkuschelst. Gegen kalte Hände hilft meist schon eine Tasse heißer Tee, an der du deine Finger aufwärmen kannst.

Doch auch mit der Wahl deiner Kleidung kannst du bereits viel ausrichten, so funktioniert zum Beispiel das allseits bekannte Zwiebelprinzip zum Wärmeerhalt fantastisch. Das letzte Mittel der Wahl wäre dann noch Bewegung, wie bei einem ausgedehnten Spaziergang in der Natur, dadurch erzeugt dein Körper automatisch Wärme. Sobald du dann ins Bett gehst empfiehlt es sich die eine oder andere Wärmflaschen mitzunehmen, dann kannst du kuschelig warm unter die Decke schlüpfen.

Lebensmittel

Wie du sicherlich weißt ist der Platz im Camper/Van sehr begrenzt, dies gilt auch für die Möglichkeit Lebensmittel und Vorräte zu verstauen. Daher bietet es sich an trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln oder Couscous so platzsparend wie möglich zu verstauen. Eine gute Sache dafür sind zum Beispiel leere Schraubgläser mit diesen Dingen zu befüllen. Diese Gläser kannst du ganz einfach anhand der Platzverhältnisse deines Regals oder Schranks im Van auswählen.

Dadurch sparst du nicht nur Platz und recyclest deine leeren Schraubgläser, sondern sparst auch noch Plastikverpackungen ein!

Sollten deinen Vorräte unterwegs zu Neige gehen, kannst du diese beispielsweise in einem Unverpacktladen wieder auffüllen. So werden außerdem weniger Lebensmittel verschwendet, da du nur begrenzte Lagerungsmöglichkeiten hast, musst du sowieso in regelmäßigen Abständen einkaufen. Ähnlich wie beim Wasserverbrauch bekommst du zudem einen guten Überblick über deinen Lebensmittelverbrauch und lernst in kleineren Portionen zu kochen, da auch deine Kühlmöglichkeiten begrenzt sind.

 

Fazit

Während deiner Reise im Van lernst du also nicht nur auf deinen Wasserverbrauch zu achten, sondern auch wie du bestehende Ressourcen wie Sonnenlicht effektiv nutzen kannst. Zudem bekommst du ein Gefühl dafür, wie du dich und deinen Camper/Van warm halten kannst, und wie du sparsam mit Lebensmitteln und Platzverhältnissen umgehst.

Alles in allem lässt sich sagen, dass Camping/Vanlife durchaus nachhaltiger ist, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag. Es kommt natürlich auf das Reiseverhalten eines jeden einzelnen an und auch das Fahrzeug, sowie dessen Verbrauch spielt eine Rolle.

Doch es gibt genügend Möglichkeiten der Umwelt einiges zurückzugeben, beispielsweise im Rahmen eines Clean-ups oder durch die Vermeidung von Platikverackungen.

 

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Hast du noch weitere Aspekte für uns, warum Camping/Vanlife nachhaltig ist?

Dann freuen wir uns über deine Gedanken in den Kommentaren.

 

Quellen

 

Deine Vanlüstlinge

 

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UNSERE EMPFEHLUNGEN FÜR DICH:

Buchtipp – How to shit in the woods*

Chemietoiletten Zusatz – Ammovit 1kg*

Dieselstandheizung – Planar2D*

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