“Weltfrauentag” – Frauen im Vanlife

Weltfrauentag - Frauen im Vanlife Titelbild

“Weltfrauentag” – Frauen im Vanlife | Heute haben wir die absolut geballte Frauenpower im Vanlust Podcast – am Weltfrauentag wollen wir gemeinsam alle Mädels feiern!

Deshalb haben wir uns richtig geniale Gästinnen eingeladen, von denen ihr im Beitrag noch einiges Spannendes lesen könnt.

Viel Spaß und let’s rock this!

 

FRANZI

Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Franzi1
Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Franzi
Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Franzi

Ich bin Franzi und lebe nun seit Januar 2021 Vollzeit mit meinem Freund Tobi und meinem kleinen Vierbeiner Faxe in unserem selbst ausgebauten Sprinter Pelle.

Im Vanlife unterwegs bin ich seit 2017. Denn in dem Jahr habe ich mir einen VW Bus gekauft und bin in meinen Urlauben damit durch die Gegend gefahren, hauptsächlich alleine mit Faxe. Demnach kenne ich auch die Seite einer Frau, die alleine in der Weltgeschichte herumfährt.

Allein reisen als Frau, das war schon was anderes. Nicht nur, dass ich selbstbestimmt war. Ich musste niemanden neben mir fragen, wo es als nächstes hingeht, ich konnte wirklich tun und lassen was ICH wollte. Aber auch vor Problemen und Schwierigkeiten stand ich allein, was auch nichts Schlechtes ist, ich bin daran gewachsen und ich konnte mich auch nicht mit mir selbst streiten. So bleibt es leiser.

Dennoch habe ich jetzt im letzten Jahr kennengelernt, wie schön es ist mit meinem Partner unterwegs zu sein. Schöne Momente, alle Erlebnisse und auch Ängste kann ich teilen. Das habe ich lieben gelernt.

Letztes Jahr haben Tobi und ich uns dann unseren gemeinsamen Traum eines größeren Camper/Vans erfüllt. Der VW Bus wurde verkauft und ein größerer Sprinter kam zu uns. Den Ausbau haben wir beide komplett alleine gemeistert. Zum Thema Ausbau muss ich sagen, dass ich sehr froh bin meinen Tobi dabei gehabt zu haben. Er ist handwerklich sehr begabt, ich konnte mir viel abgucken und beim Thema Elektrik, da würd ich wahrscheinlich heute noch dran sitzen.

Insgesamt zum Thema Frauen im Vanlife und diese Reduzierung auf das Geschlecht finde ich anstrengend. Frauen können handwerklich doch genauso mithalten wie Männer. Wenn jemand etwas schaffen will, dann schafft er es auch. Da kommt es echt nicht auf das Geschlecht an. Angst alleine, hatte ich auf Grund meines Hundes nicht. Der schlägt immer an, an dem kommt keiner ungehört vorbei. Von daher war ich damals alleine auch entspannt. Wenn Männer gegafft haben, dann haben sie halt gegafft, die gaffen auch überall anders.

Mädels lasst euch sagen: Traut euch, lasst euch nicht einreden, dass es gefährlich sei. Es ist bei euch in der Stadt oder auf dem Dorf auch nicht sicherer. Geht raus in die Welt und schaut sie euch an. Und einen Van, den bekommt ihr schon ausgebaut. Zur Not holt ihr euch einfach anderen Woman Power dazu.

 

SABRINA

Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Sabrina
Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Sabrina

Ich bin Sabrina und ich reise in meinem Wal, einem blauen Caddy Kasten, den ich zum (Micro-) Camper umgebaut habe. Den Caddy habe ich seit April 2019 und reise damit vor allem in der wärmeren Jahreszeit. Mein Reisebegleiter ist mein kleiner Hund, der süße Lucky. Ich blogge über unsere Abenteuer auf @luckytravels.de.

Ein paar Gedanken zum heutigen Frauentag und dem Podcastthema:
Vanlife und Frauen ist meiner Meinung nach deswegen ein so wichtiges Thema, weil sich viele Frauen im Vanlife nicht damit wohlfühlen, auf ihr Geschlecht reduziert zu werden. Mir wäre es lieber, wenn wir einfach alle “Menschen im Vanlife” wären und nicht aufgrund unserer primären Geschlechtsorgane kategorisiert würden.

Ich glaube, Männern wird von der Gesellschaft mehr zugetraut.

Klischeehaft gesprochen: Ein Mann kann problemlos in der Wildnis überleben, er kennt sich (aufgrund seines Geschlechts!) mit Autos und Technik aus und wahrscheinlich wurde den meisten Männern nicht anerzogen, sich vor Menschen in Acht zu nehmen, die ihnen an die Wäsche wollen.

Mir wird zum Beispiel immer mal wieder erzählt, wie gefährlich es ist, alleine als Frau zu reisen. Klar macht man sich darüber Gedanken! Ich bin leider selbst schon ein ängstlicher Mensch, diese Angstmacherei macht es leider nicht besser.

Das nervigste ist für mich, von wildfremden Männern angebaggert zu werden, obwohl ich einfach nur meine Ruhe haben will. Wenn sie dann noch hartnäckig sind, ist es wirklich unangenehm. Aber das hat wahrscheinlich nichts mit Vanlife zu tun.

Ich würde mir wünschen, dass man Frauen im Vanlife nicht als schwach, hilfsbedürftig oder sexualisiert sehen würde, sondern einfach als Menschen, die Spaß daran haben, die Welt zu erkunden.

Ich feiere am Camping/Vanlife das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit am meisten, jeden Tag tun zu können, worauf ich gerade Lust habe und jeden Tag neu entscheiden zu können, wohin ich fahre. Ich denke, da unterscheide ich mich in keinster Weise von anderen Menschen im Vanlife und dieses geteilte Lebensgefühl macht doch Camping/Vanlife so besonders.

 

MIRIAM

Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Miri
Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Miri1

Ich bin Miriam (auf Social Media @tante.laessig.life) und lebe seit März 2020 – also seit fast einem Jahr – Vollzeit im Van. Mein Zuhause ist der Dodo, ein ausgebauter Transporter Opel Movano. Das letzte Jahr war ich hauptsächlich in Deutschland unterwegs und habe mich Schritt für Schritt in mein neues Leben eingegroovt.

Da ich solo unterwegs bin, ist das Thema “Als Frau allein auf Reisen/im Van” natürlich gegenwärtig. Da es grundsätzlich geschlechtsspezifische Themen und Bedürfnisse gibt, bin ich persönlich auch froh, dass geschützte Räume zum Austausch angeboten werden wie diverse Facebook-Gruppen. Diese nutze ich gerne. Zum Beispiel zum Thema Menstruation. Finde demnach “Frau Sein” als Interessengruppe absolut legitim. Ohne Wertung, als Tatsache. So wie es eben auch andere Themen gibt wie Reisende mit Hund, Reisefamilien usw.

Demnach empfinden Frauen Vanlife sicher auch anders als Männer. Ist doch klar! Unterschiede finde ich erstmal sehr bereichernd. Wäre auch mal interessant zu hören, was die Männer so dazu sagen 😉 Und liebe Männer, wir meinen es nicht immer böse, wenn wir eigene Gruppen, Podcasts o.ä. speziell für Frauen ins Leben rufen 😉

Schwierig empfinde ich wiederum manche, seit Generationen festgefahrene Bilder von Außen, laut denen FRAU weniger zugetraut wird. Ich sehe das für mich als Übungsfeld, mich immer wieder mit MEINER INTUITION zu verbinden und meinen ganz individuellen Weg zu gehen, ohne mich von anderen Meinungen abbringen zu lassen. Klar nerven einige Situationen, die wohl mehrheitlich Frauen passieren wie verdutzte Fragen nach dem Mann, der KfZ-Experte an der Tanke, ungefragte Anmache usw. Ich übe mich im Labern lassen oder Kante zeigen 😛

Gleichberechtigung fördern wir, indem wir eben UNSEREN WEG weiter gehen. Ganz selbstverständlich mit Schraubenzieher in der Hand. Manchmal frech und laut darf auch sein. Die Klischees werden wahrscheinlich immer wieder kommen, aber damit die kommenden Generationen weniger Abwertung erfahren, braucht es starke Frauen, die ihr Ding machen. Und davon gibt es zum Glück viele tolle Vanliferinnen. Ich möchte aber auch Mut machen, dass STARK nicht direkt heisst, eine super krasse Weltreise machen zu müssen – sondern trau dich, deine Schritte zu gehen, sei es der nächste Badesee um die Ecke, den du abfeierst!

Diese Freiheit feiere ich auch. Und die Zweifler nehme ich als Ansporn, mich noch mehr zu trauen und groß zu denken. Vanlife ermöglicht mir, mich immer mehr kennenzulernen und zu mir zu stehen, als Frau wahrscheinlich noch mal ganz besonders, und damit nehme ich’s so: ZELEBRIERE DICH! QUEEEEEEN!

 

SANDRA

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Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Sandra1
Weltfrauentag - Frauen im Vanlife_Sandra

Ich bin Sandra und bin seit 4 Jahren teilzeit und Solo (manchmal mit Familienhündin Schapa) im Camper unterwegs. Zuerst in meinem kleinen Minicamper Balu und seit November 2020 in meinem großen Dicken namens Woody. Unterwegs bin ich in ganz Europa und treffe unglaublich gerne andere Gleichgesinnte.

Seitdem ich alleine als Frau unterwegs bin, werden mir ganz oft und eigentlich immer wieder die gleichen Fragen gestellt:

  • “Hast du da eigentlich keine Angst so allein als Frau?”
  • “Wie kommst du denn unterwegs alleine klar?”
  • “Kannst du dich eigentlich richtig um deinen Camper/Van kümmern?”
  • “Wirst du oft blöd angemacht oder belästigt?”

Hmmmmm, nein ich habe keine Angst alleine, da ich der Meinung bin, dass es doch kompletter Blödsinn wäre so etwas zu machen, wenn ich das mit Angst mache, oder? Außerdem habe ich gelernt sehr gut auf mein Bauchgefühl zu achten – soll heißen, wenn ich irgendwo ein komisches Gefühl habe, dann fahre ich einfach weiter. 😉

Ach ja, unterwegs komme ich übrigens meist gut klar (wie wohl die meisten, die das machen) und wenn nicht, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Ich sehe jede Erfahrung als eine neue Chance mich weiterzuentwickeln – es gibt für alles eine Lösung, das hab ich definitiv gelernt.

Um meine Vans habe ich mich bisher immer mit viel Liebe und Zuneigung gekümmert, soll heißen ich mach sie mir zu einem gemütlichen zu Hause halte sie sauber und für alle technischen und mechanischen Belange, habe ich unglaublich nette Menschen, die sich da viel besser auskennen als ich. 😉
Deren Ratschläge befolge ich natürlich auch sehr gern.

Das Thema blöd angemacht zu werden gibt es ja nun nicht nur im Vanlife sondern leider generell als Frau. Bis jetzt hatte ich allerdings absolut keine schlechten Erfahrungen.
Ich gehe allerdings auch sehr offen auf Menschen zu und nicht gleich mal vom Schlechtesten aus.

Generell bin ich der Meinung, dass das Thema Vanlife für Frauen genauso wie für Männer gehandhabt werden sollte.
Wir alle machen unsere Erfahrungen, ob nun gut oder schlecht. Ich denke, dass geschlechtsunabhängig Hochs und Tiefs durchlebt werden und wir alle unsere Struggles haben.

Schubladendenken, wie Frauen könnten ihren Van nicht selbst ausbauen oder sind komplett verloren, wenn es mal ans Reifenwechseln geht, ebenso wie Männer nie Schiss an einsamen Stellplätzen haben oder automatisch handwerklich begabt sind und Schneeketten blind anlegen könnten.
Bullshit, jeder von uns ist individuell und genauso auch unsere Begabungen, Vorstellungen, Wünsche und Ängste – denn es geht nicht um Geschlechtertrennung, sondern vielmehr um das WIR, das MITEINANDER!

Ich feiere mein Frausein, meine Freiheit und alles was dazu gehört, nicht nur am Weltfrauentag, sondern das ganze Jahr – aber heute macht es irgendwie besonderen Spaß, vor allem weil ich mit diesen wundervollen Frauen beisammen bin. Frauen, die mich immer wieder inspirieren genau das zu tun, was wir wollen und uns von nichts und niemandem aufhalten zu lassen.

Also, lasst UNS gemeinsam die Mädls feiern! 🙂

 

Wie denkst du selbst über das Thema Frauen im Vanlife? 

Bist du selbst Frau und unterstützt die Aussagen unserer Interviegästinnen? 

Oder bist du ein Mann und hast etwas mitzuteilen?

Ab damit in die Kommentare. Wir freuen uns über einen Austausch!

 

Deine Vanlüstlinge

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