Freistehen vs. Wildcampen

Freistehen vs. Wildcampen | Ein kontroverses Thema über welches die Meinungen stark auseinander gehen!

Wir selbst sind zu 90% Freisteher, gehen nur ab und an mal auf einen Campingplatz, um Wasser aufzufüllen und Grauwasser zu entleeren. Ansonsten versuchen wir die Natur, das Land und die Menschen zu erleben. Denn wir denken, nur wenn du wirklich eintauchst, kannst du auch ein Intensives Erlebnis haben.

ABER… wir wollen auch, dass dieses Erlebnis dauerhaft möglich ist. Somit versuchen wir, ein bewussteren Umgang mit dem Thema Frei stehen in die Köpfe der Camper und auch Außenstehender zu bringen.

Deshalb wollen wir in dieser Podcastfolge aufklären, was der Unterschied zwischen ‚Frei stehen‘ und ‚Wild Campen‘ ist. Außerdem wollen wir dir 11 Tipps  zum grundsätzlichen Verhalten beim Wildcampen / Freistehen mit an die Hand geben, damit dein Freisteherlebnis ein Unvergessliches wird und du darauf vorbereitet bist, wenn doch mal die Polizei vor deinem Van steht.

 

Unterschied “FREISTEHEN” vs. “WILDCAMPEN”

 

CAMPEN

Campieren an dafür vorgesehenen Orten, beispielsweise Campinplätze, etc.

WILDCAMPING (böses Wort für Frei Stehen 😉 )

Wildes Campen bezeichnet in engerem Sinne die Übernachtung in einem Zelt außerhalb eines gekennzeichneten Camping- oder Übernachtungsplatzes.

Wildcampen ist keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit.

Meist belaufen sich die Bußgelder auf zwischen 15 und 500€. Es kommt allerdings immer darauf an, wo genau ihr zeltet. Wenn man in einem   Naturschutzgebiet übernachtet und da vielleicht noch ein Feuer macht oder tonnenweise Müll hinterlasst, kann es richtig teuer werden. Das selbe gilt für Privatgrund.

Einen guten Überblick über Strafen und Gesetze bietet der Umwelt Bußgeldkatalog. Ihr werdet merken, dass es aber auch hier kleine Lücken gibt. Zeltet ihr oder schlagt ihr ein Biwak auf, oder lagert ihr nur für ein paar Stunden? Schlaft ihr in einem 20-Personen-Festzelt oder unter einer Plane in einem Schlafsack? Das Lagern und Biwaken ist nämlich erlaubt, vor allem wenn ihr auf Fahrradtour seid, die Nacht anbricht und ihr auf die Schnelle keine Unterkunft findet. Lagern ist nur eine kleine Pause von ein paar Stunden. Biwaken ist eine Sonderform, nämlich das „Campieren außerhalb von Campingplätzen während eines kurzen, durch den Anlass gebotenen Zeitraums im hochalpinen Gelände“ und ist somit nicht verboten.

Gesetzliche Regelungen in Deutschland (sowie in einigen anderen europäischen Ländern) besagen, dass jeder Mensch grundsätzlich frei ist. Dies korrespondiert mit einem Gemeingebrauchsrecht und einem Allgemeinen Betretungsrecht. Entsprechende Regelungen finden sich in den Landeswaldgesetzen oder den Bundesgesetzen.

Danach ist öffentliches Gelände Allgemeineigentum und darf somit von jedem benutzt und betreten werden. Ein nicht eingezäuntes Flur- und Naturgrundstück ist als der Allgemeinheit zugänglich anzusehen. Dies gilt jedoch nur, wenn auf das Privateigentum nicht durch Schilder hingewiesen wird (z.B.: Betreten Verboten). Selbiges gilt für Flüsse, Seen und Fluren zum Zwecke der Erholung. Für Spaziergänger, Radfahrer und auch zum wildcamping gilt das allgemeine Betretungsrecht gleichermaßen.

Wildcamper halten sich nicht an Gesetze, ist demnach nicht ganz richtig.

PARKEN

Wenn dein Fahrzeug länger als drei Minuten steht!

ÜBERNACHTEN IM AUTO

Ein Verbot dazu existiert nicht! Zwar bestimmt die StVO, wo gehalten oder geparkt werden darf, doch außerhalb dieser Einschränkung spricht nichts dagegen, so der Deutsche Anwaltverein (DAV). (Es darf einfach nicht nach wohnen aussehen, sprich Tisch, Stühle, Kocher, etc.)

Aus verkehrsrechtlicher Sicht ist es also erlaubt, sofern man mit dem Fahrzeug nicht auf einem Privatgrundstück ohne Erlaubnis des Eigentümer steht. Auf Halteverbotszonen oder in Parkbewirtschaftungszonen zu stehen, ohne ein gültiges Ticket zu haben, ist nicht zugelassen.

 

Herstellung der Fahrtüchtigkeit:

Das einmalige Übernachten am Straßenrand ist erlaubt, um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen. Ist jedoch ein längerer Aufenthalt geplant, solltest du aber auf einen Campingplatz oder einen anderen möglichen Ort umziehen.

Zu diesem Thema haben wir einen guten Artikel auf der „DeutscheAnwaltauskunft“ gefunden – IST ES ERLAUBT IM AUTO ZU SCHLAFEN?

 

 

11 Tipps  zum grundsätzlichen Verhalten beim Wildcampen / Freistehen

    1. Höre auf dein Bauchgefühl !!!
    2. Mit der Stellplatzsuche bei Tageslicht beginnen. Zu leicht übersieht man im Dunkeln irgend etwas Wichtiges.
    3. Alle Schilder studieren. Es ist schon vorgekommen, das Freisteher am nächsten Morgen geweckt wurden, weil um sie herum ein Wochenmarkt aufgebaut wurde.
    4. So wenig Platz wie möglich verbrauchen.
    5. Markise, Tisch und Stühle bleiben im Auto.
    6. Mit den Augen eines Anwohners, Passanten oder Vorbeifahrenden den gewählten Platz betrachten: Könnte der sich gestört oder gar behindert fühlen?
    7. Nichts zurücklassen, höchstens Reifenspuren !!!

      … UND WENN DU DOCH MAL ERWISCHT WIRST
    8. Ruhe bewahren
    9. Bleib freundlich
    10. Sei immer abfahrbereit
    11. Biete an sofort den Ort zu verlassen
      WICHTIG: Erzähl den Polizisten keine Lügengeschichten, sie erkennen das!

 

Wahrheit wärt am längsten
Das sagte doch schon unsere Mutti!

 

Wenn dich das Thema interessiert und du mehr wissen möchtest, dann haben wir hier noch ein paar weitere Links zu anderen Blogs, die sich dem Thema „Freistehen vs. Wildcamping“ angenommen haben! 

 

Hinterlass uns deine Meinung und deine Erfahrungen zu diesem Thema unten in den Kommentaren! Wir freuen uns, wenn wir von dir hören oder lesen!

 

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Kommentare (7)

  • Hi ihr Zwei,

    bin über Instagram (Road&Board) und Nomads-Kongress auf euch gestoßen.
    Mein Mann und ich wollen uns in den nächsten Monaten auch einen Kastenwagen ausbauen und durch Europa reisen. Eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt ist das Übernachten im Auto in anderen Ländern. Ich war die letzten 3 Jahre mit meiner Tochter (20) in Italien, Provence und Kroatien in unserem PKW auf Roadtripp und haben immer im Auto übernachtet. Für Kroatien hatten wir wirklich Bammel, weil es da angeblich hohe Stafen gibt. In unserem PKW sind wir nicht groß aufgefallen (und eure Punkte haben wir immer intuitiv eingehalten). Aber wie ist das, wenn man mit einem großen und doch als Camper ersichtlichen Van rum steht. Freue mich noch auf mehr Infos.

    Danke Terry (instagram terrybumblebee)

    • Hey Terry,
      Vielen Dank erst einmal für deinen lieben Kommentar und deine Frage!
      Ich (Mogli) habe ja selbst einen Camper, den man auch als solchen erkennt! Ich denke, es gelten die selben Regeln und Dinge, auf die man achten sollte. Ich selbst hatte nie Probleme.
      Versucht einfach Punkt 4. und 5. der Liste einzuhalten, dann ist es normalerweise kein Problem. Was ich jetzt jedoch vermehrt gehört habe, dass Kroatien angezogen hat mit Strafen und das sie auch fokusiert suchen. Wenn ihr euch wirklich unwohl fühlt, dann sucht euch lieber einen Campingplatz oder einen Parkplatz, den man (vllt.) auch zahlen muss!
      Viel Spaß bei eurem Ausbau!
      Herzliche Grüße
      Mogli

    • Hallo Terry,
      ich meld mich auch mal zu Wort und kann nur positiv berichten. Wie du weißt fahren Maren und ich nen VW Crafter ohne Seitenfenster. Der Vorteil ist dabei nicht sofort als Womo erkannt zu werden. Aber meiner Erfahrung nach ist das völlig egal. Wenn du dich an unsere Liste hälst kann dir nichts passieren. Wir sind hundertprozentige Freisteher seit 2,5 Jahren und es ist noch nie was passiert. Ich liege gerade in dem Moment im Camper mitten am Strand auf ner Insel in Kroatien. Natürlich ist das verboten… aber wenn man sich an gewisse Regeln der Platzwahl hält ist das kein Problem. Und wie Mogli schon sagte, such dir Plätze bei denen du dich hundertprozentig wohl fühlst. Hast du das dann zwei drei mal gemacht wird das schnell zur Routine!

  • Das Thema „in Fluchtrichtung parken“ ist tatsächlich auch sonst eine relativ gute Angewohnheit, das war bei uns im THW auch ein der ersten Dinge die man uns beigebracht hat. Der Punkt ist auch dass man in einer Notsituation nicht erst noch wenden oder rangieren muss sondern sich auf das Fahren konzentrieren kann. Es spart also auch eine Menge Stress, das lohnt die Minute die es beim einparken länger dauert auf Jeden Fall.

    LG Maxi 😉

    • Hey Maxi,
      Ja, wenn man sich das „in Fluchtrichtung“ verinnerlicht hat, macht es keine Arbeit mehr sondern birgt sehr viele Vorteile! Danke für deinen Zuspruch.
      LG
      Mogli

  • Hi,
    Super Artikel!
    Jedoch wollte ich schon länger mal wissen wie das mit VW Bus Aufstelldächern ist. Sollte man diese lieber eingeklappt lassen oder sollte das kein Problem darstellen?

    Grüße Markus😊

    • Hey Markus,

      Danke für deine Nachricht. Da können wir dir keine genaue Antwort geben, es kommt tatsächlich immer auf den Stellplatz an. Außerdem ist dein Bauchgefühl sehr wichtig. Probier dich einfach mal aus und du wirst ganz schnell sehen, wo du dich wohl fühlst und wo es möglich ist, dass Hochstelldach auszuklappen.

      Beste Grüße
      Mogli

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